Liedbachschule Unna-Billmerich

Die Schule im Grünen

Grundschule von A bis Z


 

Anmeldung
Die Anmeldung zum Besuch der Grundschule erfolgt bis zum 15. November des Jahres, das der Einschulung vorangeht. Damit bleibt bis zum Schulanfang Zeit, um eventuell notwendige vorschulische Fördermaßnahmen gezielt einzuleiten. Alle Eltern schulpflichtiger Kinder werden durch den Schulträger schriftlich über das Anmeldeverfahren informiert. Das Schreiben enthält den Hinweis auf die der Wohnung nächstgelegene Grundschule der jeweiligen Schulart in der Gemeinde. Die Eltern melden ihr Kind an der Schule ihrer Wahl an.
Im Rahmen des Anmeldeverfahrens überprüfen Lehrerinnen und Lehrer bei allen Kindern, ob sie Basiskompetenzen (Feinmotorik, Körperkoordination, mathematische Vorläuferkompetenzen, phonologische Bewusstheit, u.a.) hinreichend beherrschen, um am Unterricht teilnehmen zu können.

Aufnahme
Ziel ist die Aufnahme aller schulpflichtigen Kinder. Nur aus erheblichen gesundheitlichen Gründen kann die Schulleiterin oder der Schulleiter ein Kind für ein Jahr zurückstellen. Sie oder er entscheidet darüber auf der Grundlage des schulärztlichen Gutachtens.

Ausbildungsordnung für die Grundschule (AO-GS)
Das Ministerium regelt die Bildungsgänge der einzelnen Schulstufen und Schulformen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen (§ 52 SchulG). Die Bestimmungen für die Grundschule finden sich in der Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (Ausbildungsordnung Grundschule AO-GS).

Ausbildungsordnung für die sonderpädagogische Förderung (AO-SF)
Für Kinder mit Behinderungen, die in der Grundschule im Gemeinsamen Unterricht mit nicht behinderten Kindern lernen, gelten je nach Förderschwerpunkt andere Vorgaben. Diese sind in der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (AO-SF) festgelegt.

Anfangsunterricht
Alle Kinder wollen lernen und sind neugierig auf Neues. Die Kinder erzählen im morgendlichen Gesprächskreis von Dingen, die sie bewegen. Sie hören einander zu und treffen Vereinbarungen. Auf diese Weise erarbeiten die Kinder Regeln für das Zusammen-leben. Aufgaben, die nur mit anderen zusammen gelöst werden können, fördern ihre Teamfähigkeit. Wenn Kinder im Klassenraum zur selben Zeit an verschiedenen Aufgaben arbeiten, lernen sie Rücksicht zu nehmen, anderen zu helfen und sich selbst helfen zu lassen. Der Anfangsunterricht an der Liedbachschule erfolgt klassenbezogen und wird innerhalb der Klassengemeinschaft differenziert. 

Ausgangsschrift
Ausgangsschrift für das Lesen und Schreiben ist die Druckschrift. Im Zuge der Verflüssigung des Schreibverlaufs und der individuellen Ausprägung der Schrift entwickeln die Schülerinnen und Schüler später aus der Druckschrift ihre persönliche Handschrift. In der Liedbachschule wird die Schulausgangsschrift als verbundene Schrift im Anschluss an die Druckschrift gelernt. Auf der Grundlage dieser Schreibschrift entwickeln die Schülerinnen und Schüler ihre individuelle Handschrift. 

Anforderungen
Was die Kinder in den einzelnen Fächern lernen, ist in den Richtlinien und Lehrplänen für die Grundschule festgelegt. Sie gelten für ganz Nordrhein-Westfalen. Die Freiräume, die den Schulen darin eröffnet werden, gestaltet jede Schule für sich in schuleigenen Arbeitsplänen aus. 

Ansprechpartner
Zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern gehört, bei Problemen oder Meinungsverschiedenheiten miteinander zu sprechen und zu versuchen, eine gemeinsame Linie zu finden. So erfahren auch die Kinder, dass Eltern und Schule Hand in Hand arbeiten. Gelegenheit für solche Gespräche bietet der Elternsprechtag, der zweimal im Schuljahr stattfindet. Auch die Sprechstunden der Lehrerin oder des Lehrers oder die vereinbarten Gesprächstermine zwischendurch gehören dazu. Oft ergibt sich auch beim Abholen der Kinder, beim Schulausflug oder bei einer anderen Gelegenheit die Möglichkeit zum Gespräch. Grundsätzlich gilt: Erste Ansprechpartnerin oder erster Ansprechpartner ist immer die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer.

Arbeits- und Sozialverhalten
Soziale Kompetenzen gehören heute neben der Lernbereitschaft zu den Grundvoraussetzungen für das erfolgreiche Durchlaufen des Bildungs- und des Berufswegs. An der Liedbachschule wird daher großer Wert auf die Vermittlung und Förderung sozialer Kompetenzen gelegt. Die Schülerinnen und Schüler treffen sich regelmäßig in der Schulversammlung, um über Schulbelange und Bedürfnisse der Schülerschaft zu sprechen und zu informieren. Darüber hinaus regeln gemeinsam und im Dialog festgelegte Klassen- und Schulregeln das friedliche Miteinander. Ältere Schülerinnen und Schüler begleiten als Paten die jüngeren Kinder in der Schule. Grundlage für erfolgreiches Lernen ist eine selbstständige Arbeitsweise. Auf die Entwicklung hin zum selbstständigen Lerner wird daher besonders viel Wert gelegt. 

Berichtszeugnisse
Berichtszeugnisse sind Zeugnisse, die die Leistungsentwicklung und den Leistungsstand nicht mit Noten ausdrücken, sondern in einer beschreibenden Form. Berichtszeugnisse bieten Raum für eine detaillierte Rückmeldung über Stärken und Schwächen des einzelnen Kindes. In der Schuleingangsphase erhalten die Schülerinnen und Schüler jeweils am Ende des Schuljahres Berichtszeugnisse. Die Zeugnisse der Klasse 3 sind ebenfalls Berichtszeugnisse und werden durch Noten für die Fächer ergänzt. Die Zeugnisse der Klasse 4 sind keine Berichtszeugnisse. Sie enthalten Noten.

Bewegung
Im Sinne der Leitidee der "Bewegungsfreudigen Schule" sind tägliche Bewegungszeiten im Unterricht und in den Pausen feste Bestandteile des Lebens und Lernens in der Grundschule. Außerdem nutzen wir unser grünes Schulumfeld für die unterschiedlichsten Bewegungsangebote. 

Deutschunterricht
Im Fach Deutsch lernen die Kinder Lesen und Schreiben. Ihre Fähigkeiten im Sprechen, zum Beispiel sich in einer größeren Gruppe mitzuteilen und einander zuzuhören, werden ausgebaut. Der Unterricht knüpft stets an die bereits vorhandenen Fähigkeiten der Kinder an und entwickelt sie weiter.
Die Vorgehensweisen beim Lesen- und Schreibenlernen unterscheiden sich heute von früheren Lehrmethoden. Die meisten Kinder lernen heute das Lesen und Schreiben in Druckschrift. Es ist die Schrift, die die Kinder in der Umwelt überall antreffen und die ihnen das Lesen- und Schreibenlernen erleichtert. Sie ist auch die Schriftform, die am besten hilft, die Wörter zu gliedern. Später lernen sie neben der Druckschrift auch eine verbundene Schrift. Sie wird dann zu einer gut lesbaren und flüssigen persönlichen Handschrift weiterentwickelt.
Viele Kinder haben schon vor Schulbeginn die Welt der Schrift für sich entdeckt. In der Schule werden sie angeregt, diese Kenntnisse auch anzuwenden. Die Kinder schreiben die Wörter natürlich nicht immer so, wie sie im Wörterbuch stehen: Aus "Vater" wird dann zum Beispiel "Fata". Aber diese Schreibweise zeigt, dass das Kind das Wort abhört und die Laute den Buchstaben zuordnet, die es bereits kennt. Dies ist ein erster und wichtiger Schritt auf dem Weg zum richtigen Schreiben. Natürlich bleiben die Schreibweisen nicht so. Von Anfang an lernen Kinder die richtigen Schreibweisen in den Lesetexten und später in den Rechtschreibübungen. Unter der Berücksichtigung des individuellen Schriftspracherwerbs trägt die Lehrerin oder der Lehrer die Verantwortung für das systematische Erlernen der Rechschreibregelungen. Durch regelmäßiges Üben und Wiederholen werden die Kinder sicher im Umgang mit der deutschen Sprache. Sie lernen beispielsweise, wie sie mit einer Lernkartei selbst üben oder sich selbstständig Hilfe im Wörterbuch holen können.
Besonders wichtig ist, dass Kinder gerne lesen und schreiben und dass sie merken, wie wichtig diese Fähigkeiten für sie sind. Schule und Elternhaus können gemeinsam die Lust am Lesen wecken. Sie können zeigen, dass in Büchern spannende Geschichten und interessante Informationen stecken und dass Texte andere Menschen unterhalten, informieren oder zum Nachdenken anregen können. Es ist gut, wenn Kinder erleben, dass Lesen und Schreiben auch für ihre Eltern wichtig sind.

Dyskalkulie
Jede Schule hat den Auftrag, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern - unabhängig von  Lernschwierigkeiten, die ein Kind zeigt. Die Chancen, dass eine gezielte schulische Förderung langfristig ein Umgehen-Können mit den Mathematikdefiziten ermöglicht, sind durchaus gut. An der Liedbachschule wird gezielter Dyskalkulie-Förderunterricht in Kleingruppen durch zusätzlich qualifizierte Pädagoginnen erteilt, so dass rechenschwache Schülerinnen und Schüler wieder Erfolgserlebnisse haben. 

Englischunterricht
Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist Englisch verbindliches Unterrichtsfach ab Klasse 1. Im Vordergrund des Englischunterrichts stehen das Sprechen und das Verstehen der gesprochenen Sprache. Die Schülerinnen und Schüler erwerben elementare sprachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten in der englischen Sprache, die es ihnen erlauben, in häufig vorkommenden Situationen einfaches Englisch zu verstehen und sich in vertrauten Gesprächssituationen zu verständigen. Auf diese Weise erwerben die Kinder einen grundlegenden Wortschatz in bestimmten Bereichen und erproben einfache Sprachstrukturen. Dabei lernen sie auch, welche Techniken und Methoden des Sprachenlernens für sie besonders erfolgreich sind. Zugleich erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse über die Lebenswelt von Kindern in englischsprachigen Ländern.

Elternsprechtag
Einmal im Halbjahr lädt die Liedbachschule zu einem Elternsprechtag ein. Hier ist Gelegenheit, offen und vertrauensvoll mit den Lehrerinnen und Lehrern zu sprechen. Ihr erster Ansprechpartner ist sicher die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer.

Elternmitwirkung
Alle Eltern, deren Kinder dieselbe Klasse besuchen, treffen sich in der Regel in jedem Halbjahr zur Klassenpflegschaftssitzung, um alle Angelegenheiten der Klasse zu beraten. Bei der ersten Klassenpflegschaftssitzung im Schuljahr wählen sie auch ihre beiden Vorsitzenden, die die Belange der Klasse innerhalb der Schule vertreten und mit beratender Stimme an den Klassenkonferenzen teilnehmen.
Auf Schulebene entsenden alle Eltern ihre Vertreter in die Schulpflegschaft. Die Schulpflegschaft vertritt Elternbelange auf der Schulebene und wählt wiederum 3 Elternvertreter für die Schulkonferenz. Die Schulkonferenz besteht an der Liedbachschule aus 3 LehrervertreterInnen und 3 Eltern sowie dem Schulleiter. Als oberstes Schulgremium hat die Schulkonferenz Endscheidungsgewalt über viele Schulbereiche, zum Beispiel über die Einführung von Schulbüchern und weitere Lernmedien oder über die pädagogische Ausrichtung der Schule. 

Empfehlung für die weiterführende Schule
Grundlage für den Unterricht und die damit verbundenen Anforderungen sind die Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule, die im Jahr 2008 komplett überarbeitet wurden sowie die Ausbildungsordnung für die Grundschule. Es liegt in der Verantwortung der Lehrkräfte, die rechtlichen Vorgaben zur Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung in pädagogisches Handeln umzusetzen und im Rahmen der Grundschulempfehlung eine begründete Prognose für die Eignung zum Besuch einer weiterführenden Schule abzugeben.
Die Eltern wählen grundsätzlich die weiterführende Schule (Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule) ihres Kindes. Da aber Eltern und Lehrkräfte die weitere schulische Entwicklung eines Kindes durchaus aus unterschiedlichen Perspektiven beurteilen, lassen sich die Eltern vor ihrer Entscheidung vom Klassenlehrer ihres Kindes beraten.
Die Grundschule erstellt mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 eine zu begründende Empfehlung für die Schulform, die für die weitere schulische Förderung geeignet erscheint. Ist ein Kind nach Auffassung der Grundschule für eine weitere Schulform mit Einschränkungen geeignet, wird auch dies mit dem genannten Zusatz genannt.
Schlussendlich entscheiden die Eltern nach Beratung und Information durch die Grundschule über die weiterführende Schulform ihres Kindes. 

Förderung (individuelle)
Die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler - und zwar von Anfang an - ist zentrale Leitidee des neuen Schulgesetzes. Bereits zwei Jahre vor der Einschulung soll Defiziten in der Sprachentwicklung durch entsprechende Förderung entgegengetreten werden, um sicherzustellen, dass alle Kinder zu Beginn des Schulbesuchs die gleichen Bildungschancen haben.
An der Liedbachschule werden Förderstunden zur gezielten Förderung in Kleingruppen angeboten. Außerdem arbeitet an der Liedbachschule eine ausgebildete Sonderpädagogin zur gezielten Förderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf. 

Fachunterricht
Der Unterricht in der Grundschule umfasst die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch, Kunst, Musik, Sport, Religionslehre und den Förderunterricht. Für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, wird zusätzlich muttersprachlicher Unterricht angeboten.

Fächerübergreifendes Lernen
Die Grundschule soll den Kindern Lernangebote machen, in denen kognitives Lernen mit praktischem, musischem, gestalterischem, sportlichem, religiösem und sozialem Lernen verknüpft ist. Aus vielen Bereichen, die in den Lehrplänen schwerpunktmäßig einem Fach zugeordnet werden, können fächerübergreifende Themen oder Projekte entwickelt werden. An der Liedbachschule werden regelmäßig Projektwochen angeboten, die es ermöglichen, fächer- und altersübergreifend zu arbeiten. 

Gemeinschaftsgrundschule
In Gemeinschaftsgrundschulen werden Kinder auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für die christlichen Bekenntnisse und für andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen gemeinsam unterrichtet und erzogen. Der Religionsunterricht wird nach Bekenntnissen getrennt erteilt.

Gemeinsamer Unterricht
Die sonderpädagogische Förderung kann in NRW an allgemeinen Schulen als Gemeinsamer Unterricht oder in Förderschulen erfolgen (§ 20 Abs. 1 SchulG). Eltern haben in Nordrhein-Westfalen einen rechtlichen Anspruch darauf, dass Kinder und Jugendliche mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf am Gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht behinderte Schülerinnen und Schüler teilnehmen oder in Integrativen Lerngruppen an Schulen der Sekundarstufe I unterrichtet werden.
Die Entscheidung über die Teilnahme am Gemeinsamen Unterricht wird soll stets im Hinblick auf eine optimale Förderung der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers getroffen werden. Die zuständige Schulaufsichtsbehörde entscheidet auf der Grundlage eines erstellten Gutachtens für jede Schülerin und jeden Schüler individuell sowohl über Art und Umfang des sonderpädagogischen Förderbedarfs als auch über den geeigneten Förderort. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass vor allem solche Schülerinnen und Schüler an Formen integrativer Unterrichtung teilnehmen, die von dieser Förderungsform den Erwartungen zufolge in besonderem Maße profitieren können.

Hausaufgaben
Hausaufgaben sind Aufgaben für Kinder. Sie lernen dabei, selbständig zu arbeiten, zu üben oder sich auf den Unterricht vorzubereiten. Viele Eltern wollen ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen. Das ist verständlich, erschwert es dem Kind möglicherweise aber, selbstständig zu werden. Hinzu kommt, dass die Lehrkraft den Eindruck gewinnt, die Kinder könnten etwas allein, was sie in Wirklichkeit nur mit Hilfe der Eltern geschafft haben. Das kann sich zum Nachteil der Kinder auswirken.
Die Zeit für die Hausaufgaben in den Klassen 1 und 2 sollte 30 Minuten, in den Klassen 3 und 4 eine Stunde nicht übersteigen, es sei denn, die Kinder sind von einer besonders anregenden Aufgabe so gefangen, dass sie aus eigenem Antrieb noch weiter daran arbeiten wollen. Nicht immer ergibt sich aus dem Unterricht eine sinnvolle Hausaufgabe. Dann haben die Kinder keine Aufgaben zu erledigen.

Internet und neue Medien 

Die Liedbachschule verfügt über eine moderne und zeitgemäße Medienausstattung, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, moderne Unterrichtsinhalte und Informationsquellen in den Unterricht zu integrieren. Als Partner des Unnaer "Unit21"-Programms verfügt die Liedbachschule über Schülerlaptops und ein gut ausgebautes W-Lan-Netzwerk, so dass die Laptops flexibel in allen Klassen eingesetzt werden können. Darüber hinaus ist ein mittelfristiges Ziel, jeden Klassenraum mit einer digitalen Tafel auszustatten, so dass mehrkanaliges und interaktives Lernen allen Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird. 

jahrgangsbezogener Unterricht
Die jahrgangsbezogene Klasse bildet für den in der Regel vierjährigen Durchlauf der Grundschule die feste Bezugsgruppe für die Kinder. Wechsel in der Klassenzusammensetzung sind die Ausnahme. In der Regel begleitet zudem eine Lehrkraft als Klassenlehrer/in die Klasse während der vier Jahre und wird so zur vertrauten Ansprechpartner/in. 

Jungen und Mädchen
Mädchen und Jungen bringen unbewusst "typisch weibliche" und "typisch männliche" Verhaltensweisen in die Schule mit. Lehrerinnen und Lehrer legen die Unterrichtssituationen so an, dass Benachteiligungen aufgrund unterschiedlicher Interessen und Verhaltensweisen möglichst beseitigt werden. Ziel ist es, die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten von Mädchen und Jungen so zu fördern, dass jedes Kind ein grundsätzliches Vertrauen in seine eigenen Stärken und seine Lernfähigkeit unabhängig von traditionellen Rollenerwartungen entwickelt.
In der Regel werden Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet; es können jedoch für einen begrenzten Zeitraum auch getrennte Mädchen- und Jungengruppen gebildet werden, wenn dies pädagogisch sinnvoll erscheint. 

Klasse
Die Klasse ist die Lerngruppe, in der die Kinder lernen. In der Schuleingangsphase können die Klassen jahrgangsbezogen oder jahrgangsübergreifend gebildet werden. An der Liedbachschule werden alle Klassen jahrgangsbezogen gebildet. 

Klassenlehrerin und Klassenlehrer
Die Klassenlehrerin oder Klassenlehrer sind in der Grundschule die wichtigsten Bezugspersonen für die Schülerinnen und Schüler. Sie unterrichten einen Großteil des Unterrichts in der Klasse und sind daher jeden tag in der Klasse anwesend. Für die Eltern sind die/der Klassenlehrer/in immer der erste Anlaufpunkt, wenn es um Fragen, Informationen oder Probleme geht.

Klassenarbeiten
In der Grundschule werden die Kinder auf die Beurteilung ihrer Leistungen allmählich vorbereitet. Dies beginnt in Klasse 1 und 2 mit kurzen schriftlichen Übungen. In Klasse 3 und 4 werden nur in den Fächern Deutsch und Mathematik schriftliche Klassenarbeiten geschrieben, die benotet werden.

Klassenfahrten
Klassenfahrten oder mehrtägige Wanderfahrten dienen dazu, dass die Kinder sich auch außerhalb des Unterrichts als Gruppe mit gemeinsamen Zielen und Interessen erleben. Im Mittelpunkt von Klassenfahrten steht daher das soziale Lernen. Daneben kann aber auch fachliches Lernen in Projekten Teil einer Klassenfahrt sein. Klassenfahrten sind Unterricht am anderen Ort. Für die teilnehmenden Schüler fällt somit kein Unterricht aus. Die Klassen der Liedbachschule begeben sich regelmäßig auf Klassenausflüge oder mehrtägige Klassenfahrten. Ziele in der Vergangenheit waren das Freilichtmuseum Münster, der Wildwald Voßwinkel, Freilichtbühnen der Umgebung, die Wasserschlösser des Münsterlandes, der Ketteler Hof, die Stadt Unna, die Industriekultur der Umgebung, das Schloss Opherdicke, die Oase Stentrop sowie weitere Ziele im näheren und weiteren Umland. 

Klassenkonferenz
Mitglieder der Klassenkonferenz sind die Lehrerinnen und Lehrer, die in dieser Klasse unterrichten.  

Klassenpflegschaft
Mitglieder der Klassenpflegschaft sind die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klasse. Sie beraten über alle Belange auf Klassenebene. Sie wählen die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und ihre Stellvertretung, die die Interessen der Klasse im Rahmen der Klassenkonferenz und der Schulpflegschaft vertreten. Zusätzlich entsenden sie Vertreterinnen und Vertreter in die Fachkonferenzen.

Lesen
Der Unterricht in der Grundschule entwickelt und fördert beim Lesen Phantasie und Vorstellungskraft. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass Lesen Spaß machen kann. Viele Grundschulen richten Leseecken ein, in die die Kinder sich zu bestimmten Zeiten mit selbst gewähltem Lesestoff zurückziehen können. Darüber hinaus arbeiten alle Klassen der Liedbachschule mit antolin.de. 

Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (LRS)
Nicht alle Kinder lernen Lesen und Schreiben ohne Probleme. Für Kinder, bei denen besondere Schwierigkeiten auftreten, sind besondere schulische Fördermaßnahmen notwendig. Der Runderlass " Förderung von Schülerinnen und Schülern bei besondern Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS)" vom 19.7.1991 stellt die verbindliche Vorgabe für die Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe I dar. Verbindlich insofern, als eine Analyse der Lernsituation, ggf. unter Einschaltung externer Experten und die daraus folgende Konzeption entsprechender schulischer Fördermaßnahmen eine Pflichtaufgabe aller Schulen ist, die Rechtschreibleistungen nicht in die Beurteilung der schriftlichen Arbeiten und Übungen im Fach Deutsch oder in einem anderen Fach mit einbezogen werden, in Zeugnissen der Anteil des Rechtschreibens bei der Bildung der Note zurückhaltend zu gewichten ist, die Leistungen im Lesen und Rechtschreiben bei Entscheidungen über die Versetzung, über die Eignung für eine weiterführende Schulform oder bei der Vergabe von Abschlüssen nicht den Ausschlag geben dürfen.
Dies gilt ausdrücklich auch für Rechtschreibleistungen im Fremdsprachenunterricht.
Zum Text des LRS-Erlasses

Leistungsfeststellung / Leistungsbewertung
Schülerinnen und Schüler an schulische Leistungsanforderungen und den produktiven Umgang mit der eigenen Leistungsfähigkeit heranzuführen, ist eine wesentliche Aufgabe der Grundschule. Dabei ist sie ist einem pädagogischen Leistungsverständnis verpflichtet, das Leistungsanforderungen mit individueller Förderung verbindet. Für den Unterricht bedeutet dies, Leistungen nicht nur zu fordern, sondern sie vor allem auch zu ermöglichen und zu fördern. Deshalb geht der Unterricht stets von den individuellen Voraussetzungen der Kinder aus und leitet sie dazu an, ihre Leistungsfähigkeit zu erproben und weiter zu entwickeln.
Grundlage der Leistungsbewertung sind die Festlegungen in der Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule. Die Leistungsbewertung orientiert sich dabei grundsätzlich an den Anforderungen der Richtlinien und Lehrpläne und am erteilten Unterricht. Sie berücksichtigt auch die individuelle Lernentwicklung der einzelnen Kinder.
In der Grundschule werden die Kinder auf die Beurteilung ihrer Leistungen allmählich vorbereitet. Dies beginnt in Klasse 1 und 2 mit kurzen schriftlichen Übungen. In Klasse 3 und 4 werden nur in den Fächern Deutsch und Mathematik schriftliche Klassenarbeiten geschrieben, die benotet werden. Die Leistungsfeststellung misst sich an den verbindlichen Anforderungen, die in den Richtlinien und Lehrplänen für die Grundschule festgelegt sind. Die Leistungsbewertung berücksichtigt auch die individuelle Lernentwicklung des einzelnen Kindes und ist die Grundlage für die weitere Förderung. Die Anzahl der Arbeiten ist nicht festgelegt. Hier hat jedes Kollegium Gestaltungsraum. Schriftliche Arbeiten erfassen im Übrigen immer nur einen Ausschnitt dessen, was Kinder leisten. Deshalb werden für das Zeugnis auch alle sonstigen Leistungen im jeweiligen Fach berücksichtigt, um die längerfristige, individuelle Lern- und Leistungsentwicklung dokumentieren zu können. 

Mathematikunterricht
Im Mathematikunterricht lernen die Kinder Addieren und Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren. Sie lernen das kleine Einmaleins und den Umgang mit Längenmaßen, Gewichten und Zeitangaben. Aber Mathematik ist mehr als nur Zählen und Rechnen. Kinder bauen und zeichnen, schätzen und messen im Mathematikunterricht. Sie schreiben eigene Rechengeschichten und führen ein Rechentagebuch. Dadurch steht der Mathematikunterricht in enger Verbindung zum Sprach- und Sachunterricht.
Kinder müssen in erster Linie lernen, altersgerechte mathematische Probleme durch eigenes Denken und Wissen zu lösen. Ein solcher Unterricht fördert das aktive, entdeckende Lernen. Die Lehrkraft zeigt damit, dass sie den Kindern etwas zutraut. Sie fördert das Lernen auf eigenen Wegen und setzt auf Einsicht und Verständnis. Sie achtet auch auf regelmäßige, systematische Wiederholung durch vielfältiges Üben und Lösen anspruchsvoller Aufgaben.

Musik- und Kunstunterricht
Die Kinder singen und musizieren, malen, zeichnen, bauen und schmücken Räume in der Grundschule nicht nur ein- oder zweimal in der Woche. Denn Elemente des Kunst- und Musikunterrichts sind Teil aller Unterrichtsfächer und werden fächerübergreifend und fachbezogen vermittelt. Beim Schulanfang spielen musische und gestalterische Elemente eine wichtige Rolle. Gemeinsames Singen und Musizieren sind besondere gemeinschaftliche Erlebnisse für die Kinder. Der Unterricht in Musik und Kunst erweitert die Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit der Kinder. Sie erfahren und erproben ihre musikalischen und gestalterischen Fähigkeiten und verbessern ihre Geschicklichkeit. Sie lernen die Sprache der Kunst und der Musik kennen und erleben, mit welchen Mitteln sie welche Wirkung erzielen können. Ergebnisse dieser Lernbereiche fließen immer wieder in das Schulleben der Liedbachschule ein.

Muttersprachlicher Unterricht
Schülerinnen und Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können am muttersprachlichen Unterricht teilnehmen. Der muttersprachliche Unterricht ist ein Angebot, das die Stundentafel der Grundschule ergänzt. Er wird von Lehrkräften erteilt, die meist aus den Herkunftsländern der betreffenden Kinder stammen. Muttersprachlicher Unterricht trägt dazu bei, dass in Nordrhein-Westfalen junge Menschen heranwachsen, die neben Deutsch die Sprache ihrer Familie beherrschen und damit zum sprachlichen Reichtum im Land beitragen.
Für den muttersprachlichen Unterricht werden Lerngruppen für eine oder mehrere Schulen eingerichtet. Er wird derzeit in 19 Sprachen erteilt. Informationen über den muttersprachlichen Unterricht gibt die Schulleiterin oder der Schulleiter.

Neugier
Alle Kinder sind voller Neugier. Kinder lernen mit allen Sinnen. Sie begreifen etwas besser, wenn sie es greifen, also anfassen können. Wie groß eine Zahl ist, erfahren Kinder am besten, wenn sie zuerst mit Dingen in der entsprechenden Anzahl umgehen können, später dann mit Punktbildern und anderen Symbolen. Über Bäume lernen Kinder mehr, wenn sie Bäume in der Umwelt betrachten. Sie erkennen verschiedene Blattformen oder die Oberflächen der Rinden. So eignen sie sich Wissen an und entwickeln ein Bewusstsein für die Natur. Ihre Umwelt wird zu einem Lernort, an dem Kinder auch außerhalb des Klassenraums Erfahrungen sammeln können.

Offene Ganztagsschule
Das Land unterstützt die ganztägige Bildung, Erziehung, Betreuung und Förderung von Schulkindern im Primarbereich über die offene Ganztagsschule, die drei Ziele verfolgt:
•    Verbesserung der Bildungsqualität und mehr individuelle Förderung,
•    bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und
•    Ganztagsangebote aus einer Hand unter dem Dach der Schule.
Deshalb werden vorhandene Ganztagsangebote aus Kinder- und Jugendhilfe und Schule zu einem kohärenten Gesamtsystem zusammengeführt. Die Gesamtverantwortung hat der Schulträger im Rahmen einer gemeinsamen Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung. Die Kooperation der Schulen mit Partnern aus Kinder- und Jugendhilfe, Kultur und Sport ist eine zentrale Grundlage der offenen Ganztagsschule. Land, Kommunen und freie Träger sorgen gemeinsam für eine verlässliche und anspruchsvolle Qualitätsentwicklung.

offene Unterrichtsformen
Der Unterricht in der Grundschule ist vor allem durch offene Unterrichtsformen geprägt. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, sich den Lernweg selbst zu gestalten. Dazu gehören u.a. die Freiarbeit und die Wochenplanarbeit, in der die Kinder nach Beratung durch die Lehrerin oder den Lehrer oder auch nach eigener Einschätzung Inhalte und Materialien auswählen können.
Auch in themenbezogenen "Werkstätten" beschäftigen sich die Kinder nach eigener Wahl mit den unterschiedlichen Aspekten eines Themas.

Primarstufe
Das Schulwesen in Nordrhein-Westfalen ist nach Schulstufen aufgebaut und in Schulformen gegliedert. Die Primarstufe besteht aus der Grundschule.

Richtlinien und Lehrpläne
Die Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule sind die verbindlichen Grundlagen für den Unterricht. Es gibt neben den allgemeinen Richtlinien Fachlehrpläne für die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch, Kunst Musik, Sport, Evangelische Religionslehre und Katholische Religionslehre.

Regeln und Rituale
Die ersten Unterrichtswochen des Schulanfangs werden genutzt, um Regeln und Rituale einzuführen, die zu einer schnellen Integration der einzelnen Kinder in die Klassengemeinschaft führen und eine Identifizierung mit "ihrer Klasse" und "ihrem Klassenraum" gewährleisten. Diese Regeln und Rituale werden oft durch Symbole unterstützt.

Religionsunterricht
Im evangelischen, katholischen und griechisch-orthodoxen Religionsunterricht werden die Kinder mit dem christlichen Glauben in seiner jeweiligen konfessionellen Ausprägung vertraut gemacht. Die Kinder hören und sehen, dass der Glaube an Jesus Christus mit ihrem eigenen Leben zu tun hat. Die Kinder entdecken im Alten und Neuen Testament den menschenfreundlichen Gott, der einen Bund mit seinem Volk schließt, der sich uns als barmherziger Vater in Liebe zuwendet und der uns sagt, wie wir unseren Nächsten lieben sollen. Diese Botschaft ermutigt die Kinder, Gott in ihr Leben einzubeziehen. An Beispielen aus der Geschichte und dem Leben der Kirche werden den Kindern Grundzüge eines Lebens aus dem christlichen Glauben nahe gebracht. So lernen sie Wertmaßstäbe und Orientierungen zu entwickeln, "hinter die Dinge zu sehen" und die Welt als Schöpfung Gottes zu begreifen. Die Schulgottesdienste und die Feste des Kirchenjahres bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten, in Gemeinschaft mit anderen vor Gott zu feiern. Sie danken und bitten in kindgemäßen Gebeten, in bewährten und in neuen Liedern. Die Kinder erfahren im Religionsunterricht, dass Christinnen und Christen sich bemühen, Ungerechtigkeit und Armut zu überwinden und mit allen Menschen in Frieden zu leben. So wachsen sie in ihre Mitverantwortung für die von Gott geschenkte Schöpfung hinein. Die Liedbachschule kooperiert eng mit den örtlichen Kirchengemeinden und regelmäßig werden ökumenische Gottesdienste mit der gesamten Schulgemeinde gefeiert (Weihnachtsgottesdienst, Einschulungsgottesdienst, Gottesdienst für alle abgehenden SchülerInnen am Ende des 4. Schuljahres).
 

Schuleingangsphase
Mit der Einschulung in die Grundschule besuchen alle schulpflichtigen Kinder die Schuleingangsphase. In der Schuleingangsphase lernen sie gemeinsam bis zur Versetzung in die Klasse 3. Je nach individuellem Leistungs- und Entwicklungsstand der Kinder kann die Schuleingangsphase in einem Jahr, in zwei oder drei Jahren durchlaufen werden.
Ziel der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend individuell zu fördern. Leitgedanke ist, dass nicht das Kind schulfähig sein muss, sondern die Schule kindfähig. Schulfähigkeit wird daher als Entwicklungsaufgabe der Grundschule verstanden. Indem die Eltern gezielt über mögliche vorschulische Förderangebote informiert werden, sollen frühzeitig Lernchancen für alle Kinder eröffnet werden.
Künftig entscheidet allein die Schulkonferenz darüber, ob die beiden ersten Schuljahre jahrgangsbezogen oder jahrgangsübergreifend organisiert werden. Eine Entscheidung gilt für mindestens vier Jahre.

Schulkonferenz
Die Schulkonferenz ist das oberste Mitwirkungsgremium der Schule. Ihr gehören die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Lehrkräfte und der Eltern sowie die Schulleiterin oder der Schulleiter an. Die Schulkonferenz entscheidet über eine Vielzahl schulischer Angelegenheiten. Hierzu gehören die Organisationsform der Schuleingangsphase.

Schulpflegschaft
Hier sind die Vorsitzenden der Klassenpflegschaften vertreten. Sie wählt die Elternvertretung für die Schulkonferenz und berät über die Belange der Eltern auf Schulebene.

Schulpflicht
Kinder sollen zukünftig früher eingeschult werden, damit dazu beigetragen wird, Lernbereitschaft und kindliche Neugier rechtzeitig für schulisches Lernen zu nutzen, gerade und zum Vorteil der Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern. Stichtag für das Einschulungsalter ist der 30.09. des Einschulungsjahres.

Kinder, die im Kalenderjahr bis zum 30.09. das sechste Lebensjahr vollenden, sollen im Sommer des gleichen Jahres eingeschult werden. Den Kindern, die noch nicht voll schulfähig sind, wird in der Grundschule eine besondere Förderung ermöglicht. Eltern, deren Kinder im letzten Quartal des Jahres geboren wurden, können entscheiden, ob ihr Kind erst ein Jahr später in die Schule gehen soll. Das bedeutet, dass Kinder, die nach dem 30.September das sechste Lebensjahr vollenden, auf Antrag der Eltern ein Jahr später eingeschult werden.

Schulprogramm
Das Schulprogramm ist das grundlegende Konzept der pädagogischen Zielvorstellungen und der Entwicklungsplanung einer Schule. Es konkretisiert die verbindlichen Vorgaben und Freiräume im Hinblick auf die spezifischen Bedingungen vor Ort. Es bestimmt Ziele und Handlungskonzepte für die Weiterentwicklung der schulischen Arbeit und legt Formen und Verfahren der Überprüfung der schulischen Arbeit insbesondere hinsichtlich ihrer Ergebnisse fest.

Sachunterricht
Im Sachunterricht werden die Kinder unterstützt, sich in ihrer Lebenswelt besser zurecht zu finden, sie zu verstehen und zu gestalten. Der Unterricht bezieht die Erfahrungen und Interessen der Kinder ein. Die Lehrerin oder der Lehrer weckt aber auch das Interesse der Kinder für Themen, Fragen, Probleme und Aufgaben, mit denen sie bisher noch nicht in Berührung gekommen sind.
Der Sachunterricht vermittelt den Kindern nicht nur Sachwissen. Er macht sie zugleich mit Arbeitsweisen vertraut, mit denen sie Fragen beantworten können, die sich ihnen stellen. Typische Arbeitsweisen des Sachunterrichtes sind: Beobachten, Experimentieren, Nachschlagen, Dokumentieren. Naturwissenschaftliche Phänomene und Sachverhalte werden entdeckt und kindgerecht erläutert. So werden die Kinder in altersgemäßer Form auch auf den Fachunterricht der weiterführenden Schule vorbereitet. Themen, die im Sachunterricht bearbeitet werden, sind zum Beispiel: Lösungen für einfache naturwissenschaftlich-technische Probleme, umweltbewusstes Handeln, gesunde Ernährung, alte und fremde Kulturen, aber auch Hunger und Armut in der Welt.

Sexualerziehung
Aus Jungen und Mädchen werden einmal Männer und Frauen. Lehrerinnen und Lehrer beziehen deshalb Themen zur Sexualerziehung in den Unterricht ein. Sie beantworten Fragen und geben Hilfen, wie Jungen und Mädchen unverkrampft miteinander umgehen können. Welche Themen im Unterricht behandelt werden und wie dies geschieht, hängt vom Alter der Kinder ab. Die Lehrkräfte informieren darüber rechtzeitig in der Klassenpflegschaft und stimmen die für den Unterricht vorgesehenen Materialien und Medien mit Ihnen als Eltern ab.

Sportunterricht
Kinder wollen laufen, springen, klettern, spielen und stets aufs Neue ihre Geschicklichkeit und ihre Kräfte erproben. Der Sportunterricht knüpft an diesen ausgeprägten Bewegungsdrang und die Spielfreude der Kinder an. Schwerpunkte des Sportunterrichts sind die Entwicklung des Bewegungsvermögens und die Hinführung zum gemeinsamen Spiel. Dabei soll der Sportunterricht allen Kindern Freude machen.
Alle Kinder bewegen sich gerne im Wasser. Schwimmen zu können stärkt das Selbstwertgefühl, hat gesundheitsfördernde und unter Umständen sogar lebensrettende Bedeutung. Der Schulsport unterstützt die Kinder beim Entdecken der Bewegungsvielfalt im Wasser sowie beim Erlernen des Schwimmens, Tauchens und Springens.

Schrift
Die meisten Kinder lernen heute das Lesen und Schreiben in Druckschrift. Es ist die Schrift, die die Kinder in der Umwelt überall antreffen und die ihnen das Lesen- und Schreibenlernen erleichtert. Sie ist auch die Schriftform, die am besten hilft, die Wörter zu gliedern. Später lernen sie neben der Druckschrift auch eine verbundene Schrift. Sie wird dann zu einer gut lesbaren und flüssigen persönlichen Handschrift weiterentwickelt. Neben der Druckschrift lernen die SchülerInnen an der Liedbachschule die Schulausgangsschrift (SAS). 

Stundenplan
Der Stundenplan gibt Auskunft über Beginn und Ende des Unterrichts. Da Kinder nicht in starren Zeiteinheiten lernen, wird der Unterricht nicht immer im 45-Minuten-Takt gestaltet. Sie schreiben vielleicht 20 Minuten und rechnen 30 Minuten, spielen danach oder singen ein Lied. Lesen, Schreiben und Rechnen sollen täglich geübt werden. Deshalb stehen die Fächer Mathematik und Deutsch normalerweise jeden Tag auf dem Stundenplan.

Sprachstandsfeststellung bei der Anmeldung
Das Gespräch mit den Eltern und mit dem Kind während der Anmeldung ist eine erste Gelegenheit, Eindrücke von der sprachlichen Kompetenz des Kindes zu gewinnen. Hierbei bittet die Schule die Eltern um Angaben über die bisherige Sprachbiografie des Kindes. Wenn sich dabei herausstellt, dass in der Familie überwiegend nicht Deutsch gesprochen wird, kann dies ein Hinweis auf fehlende Deutschkenntnisse des Kindes sein.
Ergeben sich aus einem anschließenden Gespräch mit dem Kind Anhaltspunkte dafür, dass es auf Grund fehlender deutscher Sprachkenntnisse in der Grundschule nicht erfolgreich mitarbeiten kann, führt die Schule mit dem Kind ein erprobtes Verfahren durch, um seinen Sprachstand genau zu ermitteln. Das Verfahren ist für alle Kinder verbindlich, deren Deutschkenntnisse aufgrund des Anmeldegesprächs nicht ausreichend erscheinen.
Kinder, bei denen festgestellt wurde, dass ihre Deutschkenntnisse für die Mitarbeit im Unterricht nicht ausreichen, können von der Schule zur Teilnahme an einem vorschulischen Sprachförderkurs verpflichtet werden. Ausgenommen sind Kinder, die eine Kindertagesstätte besuchen und dort gezielt in der deutschen Sprache gefördert werden.

Sprachstandsfeststellung zwei Jahre vor der Einschulung (Delfin-Test)
Die notwendige Sprachförderung muss im Interesse der Kinder so früh wie möglich einsetzen. Daher wird ab dem Jahr 2007 rund zwei Jahre vor der Einschulung in die Grundschule in einer ersten Stufe jedes Kind gezielt beobachtet. Dies geschieht in der Regel in der Kindertageseinrichtung. Bei Anhaltspunkten für Förderbedarf wird die Sprachentwicklung in einer zweiten Stufe mit einem entsprechenden Verfahren differenzierter untersucht.
Die Eltern werden über das Ergebnis schriftlich informiert und gebeten, die Hinweise für eine Förderung an die Kindertageseinrichtung, die das Kind besucht, weiterzugeben. Wenn ein Kind mit Sprachförderbedarf eine Kindertageseinrichtung besucht, wird die Sprachförderung integrativ in dieser Einrichtung durchgeführt. Falls das Kind noch keinen Kindergarten besucht, werden die Eltern gebeten, ihr Kind an einem Kindergarten anzumelden, damit es dort gefördert werden kann.
Wollen die Eltern ihr Kind dennoch nicht an einem Kindergarten anmelden, wird das Kind vom Schulamt zu einem vorschulischen Sprachförderkurs verpflichtet. Die Sprachkurse sollen in Kindertageseinrichtungen (Familienzentren) stattfinden und werden in der Verantwortung des Elementarbereichs durchgeführt.

Achtung: Der Delphin-Test wird ab diesem Schuljahr nicht mehr durchgeführt, sondern durch eine begleitende Sprachförderung in den Kindertagesstätten ersetzt. 

Schulaufsicht
Die Schulaufsicht über die Grundschulen liegt bei den Staatlichen Schulämtern in den 54 Kreisen und kreisfreien Städten. 

Schultasche
Kinder tragen gern alles mit sich. Nicht selten kommen sie mit einem Schultornister zum Unterricht, der so schwer ist, dass Haltungsschäden die Folge sein können. Das Gewicht des Schultornisters sollte deshalb 10 bis 12 Prozent des Körpergewichts nicht überschreiten. Darum sollte zum Beispiel ein Kind, das 25 kg wiegt, nicht mehr als 2,5 bis 3 kg tragen. Mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer wird abgesprochen, welche Unterrichtsmaterialien in der Schule bleiben können und welche Materialien nur an bestimmten Tagen mitgebracht werden müssen.

Unterricht
Der Stundenplan gibt Auskunft über Beginn und Ende des Unterrichts. Da Kinder nicht in starren Zeiteinheiten lernen, wird der Unterricht nicht immer im 45-Minuten-Takt gestaltet. Sie schreiben vielleicht 20 Minuten und rechnen 30 Minuten, spielen danach oder singen ein Lied.

Versetzung
In der Grundschule gehen die Schülerinnen und Schüler ohne Versetzung vom ersten Schulbesuchsjahr in das zweite Schulbesuchsjahr über. Der Übergang in die Klassen 3 und 4 beruht dagegen auf einer Versetzung.
Ein Kind wird versetzt, wenn in allen Fächern mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. Eine Versetzung kann auch erfolgen, wenn aufgrund der Gesamtentwicklung zu erwarten ist, dass in der nächst höheren Klasse eine hinreichende Förderung und eine erfolgreiche Mitarbeit möglich sind.

Verkehrs- und Mobilitätserziehung
Mit dem Beginn der Schulzeit vergrößert sich die Mobilität der Kinder. Sie verlassen den nahen Umkreis der elterlichen Wohnung und sind nicht nur als Mitfahrende in Autos oder in Bussen und Bahnen unterwegs. Sie nehmen auch aktiv am Verkehr teil: zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad, auf Inlinern oder dem Skateboard. Die Verkehrs- und Mobilitätserziehung fördert deshalb das Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen der jungen Verkehrsteilnehmer. Außerdem wird ein situationsbezogenes und vorausschauendes Verhalten trainiert. Übungsmöglichkeiten ergeben sich zum Beispiel durch das Schulweg- und Radfahrtraining. Die Schule arbeitet dabei eng mit den Eltern und der Polizei zusammen. Bereits in der Grundschule beginnen die Kinder, sich mit Fragen der Umweltbelastung durch den Verkehr auseinander zu setzen.

Vertretungsunterricht
Vertretungsunterricht findet statt, wenn die eigentliche Lehrkraft den Unterricht nicht erteilen kann, in der Regel ist das bei einer Arbeitsunfähigkeit infolge einer Erkrankung der Fall. Für Vertretungssituationen haben die Schulen Konzepte entwickelt, die den Ausfall zunächst auf der Ebene der einzelnen Schule kompensiert. In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist, können die Grundschulen beim zuständigen Schulamt Lehrkräfte aus der Vertretungsreserve anfordern.

Vergleichsarbeiten (VERA)
Alle Schülerinnen und Schüler nehmen im zweiten Halbjahr der Klasse 3 an zentralen Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) teil. Diese Vergleichsarbeiten - kurz VERA genannt - werden in der Grundschule in den Fächern Deutsch und Mathematik geschrieben. Lernstandserhebungen überprüfen Standards und ermitteln, welche Lernergebnisse Schülerinnen und Schüler erreichen. Sie sind vorrangig zur Einschätzung von Lerngruppen entwickelt, ermöglichen aber auch eine Information über den erreichten Lernstand einzelner Kinder. Sie zeigen, welche Stärken und Schwächen die Schülerinnen und Schüler in bestimmten Bereichen eines Faches haben und geben den Lehrkräften wertvolle Hinweise für den Lern- und Förderbedarf der Kinder.

Versicherung
Alle Schulkinder sind gegen Unfälle versichert. Der Versicherungsschutz erstreckt sich nicht nur auf den Unterricht, sondern auch auf die Pause, auf den Schulweg und auf alle Veranstaltungen der Schule wie Ausflüge oder Sportfeste. Wenn ein Kind einen Unfall in der Schule hat, erfährt die Lehrerin oder der Lehrer meist sofort davon. In anderen Fällen, zum Beispiel bei einem Unfall auf dem Schulweg, muss die Schule so schnell wie möglich benachrichtigt werden.

Zeugnisse
In der Schuleingangsphase beschreiben die Zeugnisse das Arbeits- und Sozialverhalten, die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern. Das Versetzungszeugnis in die Klasse 3 und die Zeugnisse der Klasse 3 enthalten eine Beschreibung von Lernentwicklung und Leistungsstand, Noten für die Fächer sowie für das Arbeitsverhalten und für das Sozialverhalten.
Die Zeugnisse in Klasse 4 enthalten Noten für die Fächer sowie für das Arbeitsverhalten und für das Sozialverhalten. Die Schulkonferenz kann entscheiden, die Noten für das Arbeitsverhalten und für das Sozialverhalten durch eine Beschreibung zu ergänzen.
Das Halbjahreszeugnis in der Klasse 4 beinhaltet zusätzlich eine begründete Empfehlung für die Schulform, die für die weitere schulische Förderung des Kindes am besten geeignet erscheint. Diese Empfehlung entsteht auf der Grundlage des Leistungsstands, der Lernentwicklung und der Fähigkeiten der Schülerin und des Schülers unter Einbeziehung eines Beratungsgespräches mit Ihnen als Eltern.

Zurückstellung vom Schulbesuch
Ziel der Landesregierung ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Einschulungsjahrganges einzuschulen. Schulpflichtige Kinder könne aus erheblichen gesundheitlichen Gründen für ein Jahr zurückgestellt werden. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder Schulleiter auf der Grundlage des schulärztlichen Gutachtens. Die Eltern sind anzuhören. Die Zeit der Zurückstellung wird in der Regel nicht auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet.

Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule
Kinder lernen von Beginn ihres Lebens an. Eine frühzeitige und nachhaltige Begleitung, die die natürliche Lernbegeisterung der Kinder aufgreift und unterstützt, ist maßgeblich für ihren späteren Bildungsweg und schließlich für ihren beruflichen Erfolg. Deshalb wird die individuelle Förderung, die die Kinder im Kindergarten erfahren, in der Grundschule weitergeführt.
An der Nahtstelle zwischen Kindergarten und Grundschule bilden sowohl die Bildungsvereinbarung mit den Trägern der Tageseinrichtungen für Kinder als auch das Schulfähigkeitsprofil den Rahmen und die Orientierung für die Zusammenarbeit von Eltern und Fachkräften des Kindergartens sowie Lehrkräften. Die Bildungsvereinbarung hat ebenso wie das Schulfähigkeitsprofil empfehlenden Charakter. Beide formulieren Erwartungen an die jeweilige Bildungsarbeit und geben Anregungen und Hilfen für die pädagogische Arbeit mit den Kindern.